Das burgenländische Jagdgesetz

Freilebendes Wild ist ein wesentlicher Bestandteil der Natur und ein Naturerbe unserer Heimat. Es ist als Teil unserer Kulturlandschaft in seiner Vielfalt und seinem natürlichen und historisch gewachsenen Beziehungsgefüge für nachfolgende Generationen möglichst zu bewahren.


Die Jagd hat den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit zu entsprechen und umfasst auch die Verpflichtung zur Hege des Wildes. Sie unterstützt die Nachhaltigkeit des Vorkommens einer artenreichen Tierwelt und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz und zur Biodiversität. Sie stellt durch die nachhaltige Entnahme jagdbaren Wildes qualitativ hochwertige Lebensmittel zur Verfügung.

Die langfristige Sicherung der Wildpopulationen und eine an die Lebensräume angepasste jagdliche Bewirtschaftung ist ein dem Gemeinwohl dienender Beitrag. Die Jagd trägt in ihrer Vielfalt einen Teil zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung über ein integratives und nachhaltiges Wildtiermanagement bei.

DIE WICHTIGSTEN ÄNDERUNGEN AUF EINEN BLICK

  • Präambel des Gesetzes als Antwort auf die Frage, warum es Jagd überhaupt gibt und warum diese so wichtig ist für die Gesellschaft
  • Zukunftsorientiertes Wildtiermanagement ersetzt bisherige zu eng gefasste Abschussplanung
  • Bürokratieabbau durch Einrichtung eines elektronischen Jagdkatasters zur Erfassung aller jagdrelevanten Flächen und Daten
  • Schaffung eines gerechten Interessensausgleichs zwischen GrundbesitzerInnen, BewirtschafterInnen, Jagdausübungsberechtigten und dem Tierwohl
  • Verstärkte Kontrolle und Reglementierung der Jagd in umfriedeten Eigenjagdgebieten (bis 2023) und Abschaffung der Gatterjagd (ab 2023)
  • Wesentliche Ausweitung der Tierschutzelemente durch Verbot unwaidmännischer Praktiken
  • Neuausrichtung und Demokratisierung des Burgenländischen Landesjagdverbandes durch Schaffung neuer Strukturen und Wahlmodalitäten

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