Richtlinie zur Förderung der Nahversorgungsbetriebe

Richtlinie zur Förderung der Nahversorgungsbetriebe

Lebensqualität ist für die meisten Menschen eng mit ihrer unmittelbaren Umgebung verbunden: Die Attraktivität eines Ortes hängt dabei nicht nur von Faktoren wie Wohnqualität, Freizeitmöglichkeiten, sozialem und kulturellem Angebot ab, sondern ganz wesentlich auch von Arbeitsperspektiven und Einkaufsmöglichkeiten. Zur Sicherstellung einer ausgewogenen räumlichen Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der ländlichen Gemeinschaften, einschließlich der Schaffung und des Erhalts von Arbeitsplätzen hat das Land Burgenland daher ein neues Programm zur Förderung von Nahversorgungsbetrieben im Rahmen des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020 geschaffen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Nahversorgung. die ganz wesentlich zur Werterhaltung des lokalen Umfeldes beiträgt und regionale Wirtschaftskreisläufe stärkt. Diese positiven Effekte sind gerade in Regionen, in denen die Nahversorgung gefährdet oder nicht mehr vorhanden ist, von besonderer Bedeutung. Ziel der Förderung ist es daher, durch die Unterstützung von Nahversorgungsbetrieben einen Beitrag zur Sicherung, Verbesserung und Attraktivierung der lokalen und regionalen Versorgung der Bevölkerung im Burgenland zu leisten und Arbeitsplätze in den Unternehmen der Förderungswerberinnen und Förderungswerber zu erhalten oder zu schaffen.
Ziel der Förderung ist ebenso die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Kleinst- und Kleinunternehmen im Burgenland.

Gefördert werden

1) Gemischtwaren-Einzelhandelsunternehmen;  

2) Buschenschank-Betriebe im Rahmen eines freien Gewerbes.

Dadurch sollen die Versorgung der Bevölkerung mit insbesondere regionalen Lebensmitteln verbessert und zugleich die lokalen Absatzmöglichkeiten für Bauern und agrarische Produktionsbetriebe verbessert werden. Ein weiteres Ziel ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Gemeinden.

Gefördert werden folgende Investitionen:

1. Kosten für die Errichtung und den Erwerb von beweglichem und unbeweglichem Vermögen inklusive der damit im Zusammenhang stehenden allgemeinen Kosten, z. B. Planungs-, Beratungs- oder Projektstudienkosten.

- Bau- und Einrichtungsinvestitionen (z. B. Verkaufsräume, Zubau, Neubau);
- Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Verkaufspult, Regale);
- Maschinelle Ausstattung (z. B. Kühlvitrinen, Schneidmaschinen);
- Betriebsnotwendige IT-Hardware und -Software.
- Anschaffung mobiler Verkaufsläden (exkl. Trägerfahrzeug!)

2. Kosten für den Erwerb oder die Entwicklung von immateriellen Investitionsgütern (Computersoftware, Patente, Lizenzen, Markenrechte, Urheberrechte).

Die Förderung beträgt 40% der anrechenbaren Kosten, wobei als Kosten-Untergrenze € 10.000,- und als Kosten-Obergrenze € 100.000,- festgelegt sind. die Finanzierung erfolgt aus Landesmitteln und EU Mitteln im Rahmen des Programms LE 2020.

Förderungsanträge können laufend beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 4, Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt eingereicht werden. Die Anträge werden an bekannt gegebenen Stichtagen einem Auswahlverfahren unterzogen. die Bewertung und Reihung erfolgt dabei auf Grundlage der „Auswahlkriterien für die Förderung von Nahversorgungsbetrieben“.

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